Abbau der Fixkosten – Fixkostenmanagement

Wie ist nun der Abbau der Fixkosten möglich? Tatsächlich gibt es dazu eine ganze Reihe von Chancen zum Fixkostenmanagement. Mit Hilfe der in den weiteren Menüpunkten erläuterten Methoden (Kostenartenmethode, Vertragspotenzialdatenbank, Eigentumspotenzialdatenbank) lässt sich die Fixkostentransparenz erhöhen und das Abbaupotenzial bzw. die Flexibilisierung der Fixkosten (z.B. durch Outsourcing) offenlegen. Dabei existieren jedoch zahlreiche Hemmnisse zum Abbau der Fixkosten. Nachfolgend sind die wichtigsten davon beispielhaft genannt.

Fixkostenmanagement - Zum Abbau der Fixkosten
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Hemmnisse zum Abbau der Fixkosten

      1. Möglicherweise gibt es rechtliche Hemmnisse, beispielsweise zählen dazu Kündigungsschutzbestimmungen im Personalbereich oder bei Verträgen einzuhaltende Mindestvertragsdauern. Diese führen oft zu einem verzögerten Abbau der Fixkosten.
      2. Alternativ kann im Bereich Forschung und Entwicklung ein Abbau beispielsweise zum Verlust der technologischen Wettbewerbsfähigkeit führen. Gerade der Bereich F&E kann aber für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens von großer Bedeutung sein.
      3. Zusätzlich kann im Personalbereich ein Abbau von Personal möglicherweise mit Know-How-Verlust einhergehen, der sich negativ auf die Marktbearbeitung und Markterschließung auswirken. Diese Problematik trifft sogar auf relativ viele Unternehmen zu.
      4. Des Weiteren kann eine Senkung der Instandhaltungskosten durch eine verringerte Wartung z.B. zu erhöhten Reparaturkosten führen. Jedoch ist diese Kostenerhöhung oft nur indirekt feststellbar.
      5. Außerdem wirken sich Einsparungen im Bereich der innerbetrieblichen Aus- und Weiterbildung negativ auf die Qualifikation der Mitarbeiter und damit auf die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter aus. Im Extremfall führt dies auch zu Qualitätsverlusten bei den marktfähigen betrieblichen Leistungen.
      6. Eine Reduzierung der Werbeausgaben kann zur Reduzierung des Bekanntheitsgrades des Unternehmens oder der Produkte und somit auch zu Umsatzeinbußen führen. Damit werden die Vertriebsmöglichkeiten des Unternehmens behindert.
      7. Technisch-organisatorische Faktoren: Bestimmte Potenziale (z.B. Maschinen) sind nicht beliebig teilbar und deren Kosten lassen sich deshalb auch nicht proportional reduzieren. So kann beispielsweise der Verkauf einer Maschine dazu führen, dass bestimmte Leistungen nicht mehr zu erbringen sind. In der Folge sinken  dann auch die Umsätze.
      8. Psychologisch-gesellschaftliche Faktoren: Insbesondere im Personalbereich kann es bei Freisetzungsmaßnahmen aus sozialem Verantwortungsgefühl heraus zu zeitlichen Verschiebungen kommen, die den Bestand des Unternehmens gefährden. Es ist besser, 100 von 1.000 Arbeitsplätzen zu retten (und 900 Mitarbeiter zu entlassen), als alle 1.000 Arbeitsplätze zu gefährden.

(Literaturhinweis und Literaturquelle: B. Kremin-Buch: Strategisches Kostenmanagement, Grundlagen und moderne Instrumente, 4. Auflage, Wiesbaden, Gabler Verlag 2007, Seite 32-33.)

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