Cut! Rezepte für ein wirkungsvolles Kostenmanagement

Cut Rezepte für ein wirkungsvolles Kostenmanagement

Im Buch Cut! Rezepte für ein wirkungsvolles Kostenmanagement, das im Vahlen Verlag sowohl gedruckt als auch als ebook erschienen ist, lernen Sie die wichtigsten Methoden kennen, mit denen Sie die Kosten in Ihrem Unternehmen oder in Ihrer Nonprofit-Organisation positiv gestalten können.

Sind Sie Abteilungsleiter oder Controller in Ihrem Unternehmen? Sind Sie Studierender der Betriebswirtschaftslehre, des Wirtschaftsingenieurwesens oder von einem anderen wirtschaftswissenschaftlich orientierten Studiengang? Dann spricht Sie dieses Buch wohl genau so an wie den  Manager in einer Nonprofit-Organisation oder den Unternehmensgründer, denn die Übersicht über die Kosten, die Steuerung der unternehmerischen Kostentreiber und die Anwendung erfolgversprechender Werkzeuge zum Kostenmanagement und zur Kostensenkung sind für Sie alle von großem Interesse. Cut! Rezepte für ein wirkungsvolles Kostenmanagement wird Ihnen dabei behilflich sein, die Rentabilität und letztlich auch die Liquidität Ihres Unternehmens oder Ihrer Organisation zu verbessern.

Anwendungsnahes Kostenmanagement

Das Buch unterscheidet sich stark von der gängigen Literatur zum Kostenmanagement und zur Kostenanalyse, denn die Methoden werden nicht wissenschaftlich-theoretisch besprochen, sondern anwendungsorientiert erklärt. Damit geht auch der Vahlen Verlag neue Wege, der für seine präzisen wissenschaftlichen Darstellungen bekannt ist. Besonders ist, dass Sie in jedem Kapitel des Buches eine kurze Darstellung der jeweiligen Problemstellung erhalten, an die sich ein rezeptartiger Lösungsansatz anschließt. Da es bei der praktischen Umsetzung des Kostenmanagements immer wieder zu Schwierigkeiten kommen kann, finden Sie als Leser zudem Hinweise darauf, wie Sie typische Hürden der Realisation überwinden können. So ergibt sich für Sie in diesem Buch eine Art schriftliche Unternehmensberatung, und das für knapp 25 Euro.

Cut Rezepte für ein wirkungsvolles Kostenmanagement
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Wenn Sie sich für dieses Buch entscheiden, lernen Sie die Kostensteuerung in Ihrer gesamten Breite kennen:

      1. Sie werden sowohl Ihre Personalkosten als auch Ihre Materialkosten (über die Beschaffungskosten und die Lagerhaltungskosten) und Ihre kalkulatorischen Abschreibungen überprüfen.
      2. Ihre Investitionskosten sind ebenso analysiert wie Ihre Fremdleistungs-, Ihre Logistik– oder Ihre Werbekosten.
      3. Viele Unternehmen haben auch immer wieder Probleme mit ihren Projektkosten. Auch hierzu gibt es viele Tipps.
      4. Natürlich darf auch nicht fehlen, wie Sie mit dem Target Costing präzise Abweichungsanalysen erstellen oder mit dem Prozesskostenmanagement tatschlich Verschwendungen aufdecken können.
      5. Auch eine Möglichkeit zur Erfolgsübersicht anhand von Kennzahlen und Kennzahlensystemen wird Ihnen anschaulich beschrieben.

Kompakte Darstellung von Cut! Rezepte für ein wirkungsvolles Kostenmanagement

Sicherlich haben auch Sie wenig Zeit, sich durch endlos lange Berichte zu kämpfen. Deshalb finden Sie die dargestellten Methoden auf kompakten 180 Seiten. Zahlreiche Schaubilder und Tabellen werden Ihnen zudem dabei behilflich sein, sich schnell in den Methoden und Werkzeugen der Kostenanalyse zurechtzufinden.

Außerdem hat der Studierende Steven Becker aus dem Master-Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen an der htw saar zum Thema Projektkostenmanagement ein anschauliches Video produziert und dabei die Ideen aus Cut! Rezepte für ein wirkungsvolles Kostenmanagement aufgegriffen:

Beispiel für eine Bewertung des Buches Cut! Rezepte für wirkungsvolles Kostenmanagement bei Amazon:

Das Buch bietet kapitelweise Einblick in die unterschiedlichen Kostenkategorien. Es ist allgemeinverständlich geschrieben und die Kapitel sind isoliert zu verstehen.
Es werden praxistaugliche Tipps zur Analyse der Situation, Hilfsmittel zum Setzen von Schwerpunkten und Hinweise zur Beachtung möglicher Fallstricke gegeben.
Kurzum: allgemeinverständlich, relevant, für die Praxis geschrieben, gehaltvoller als reine Checklisten und dennoch theoretisch gut unterfüttert. Ein gutes Toolkit für den betrieblichen Alltag.
Und wenn Sie sich nun an Ort und Stelle einen Eindruck verschaffen wollen, dann lesen Sie doch hier einmal völlig unverbindlich in ein Kapitel rein. Es geht dabei darum, die Methodik des Target Costing sinnvoll in eine Plankostenrechnung zu integrieren und verlässliche Kostenschätzungen zu erhalten.

Beispielkapitel: Steuern Sie Ihre Plankostenrichtig!

Der erste Schritt zur Plankostenrechnung

Die Plan-/Ist-Analyse ist in der Praxis weit verbreitet. Im Vordergrund steht hierbei meist die Abweichungsanalyse realisierter Ist-Kosten von den gewünschten Plan-Kosten bzw. Soll-Kosten im Rahmen einer flexiblen Plankostenrechnung. Aber auf welcher realistischen Grundlage werden diese Kosten gebildet? Das Target Costing bietet Ihnen eine Möglichkeit, ein frühes, kosteneffizientes Eingreifen in den Entwicklungsprozess Ihrer Produkte zu gewährleisten und so die Plankosten nicht nur zu berechnen, sondern zu beeinflussen.

Angenommen, Sie möchten ein Produkt auf dem Absatzmarkt etablieren, welches unter Kostenaspekten konkurrenzfähig und alle wesentlichen Kundenanforderungen erfüllen soll. Wenden Sie dann die Methode des Target Costings an! Die erlaubten Produktkosten orientieren sich dann an den Marktgegebenheiten und am Kundennutzen der einzelnen Produktkomponenten. Das hat die Konsequenz, ein Produkt aus Sicht des Kunden nicht zu aufwendig, aber auch nicht zu billig zu gestalten, so dass letztlich angemessene Kosten entstehen.

Schritte des Target Costing

Der Einsatz des Target Costings umfasst grundsätzlich die folgenden drei Schritte:

1. Schritt: Zielkostenfindung: Ermittlung marktorientierter Zielkosten

2. Schritt: Zielkostenspaltung: Ermittlung gewichteter Kundenwünsche, Definition von Produktfunktionen und Umlegung der Kundenwünsche auf die Funktionen, Umlegung der gewichteten Funktionen auf Produktkomponenten, Umlegung der Zielkostenauf Produktkomponenten entsprechend der Gewichtung der Produktkomponenten

3. Schritt: Zielkostenerreichung: Visualisierung, Überprüfung und Kontrolle der Soll-/Ist-Abweichungund Ableitung von Korrektur-bzw. Verbesserungsmaßnahmen

Handlungsempfehlungen zur Umsetzung des Target Costings

Um Ihnen den Einsatz des Target Costings deutlich zu machen, lernen Sie im Folgenden ein Beispiel kennen: Stellen Sie sich vor, Sie wollen als Entwicklungsleiter einen neuen Staubsauger im mittleren Preissegment auf den Markt bringen. Dazu nutzen Sie die Methodik des Target Costings. Im Rahmen Ihrer Unternehmensplanung haben Sie festgestellt, dass 30 Euro pro Staubsauger als Abzugsspanne für vom Target Costing nicht beeinflussbare Kosten (z.B. Verwaltungs- und Vertriebskosten) und zur Gewinnerzielung anzusetzen sind.

Zielkostenfindung

Da dem Target Costing die auf dem Markt herrschenden Kundenforderungen als Basis dienen, müssen Sie in einem ersten Schritt die Kundenwünsche in Bezug auf Ihr Produkt ermitteln. Generelle Kundenwünsche können bspw. durch die Analyse von Konkurrenzprodukten, die direkte Befragung von Kunden, die Besuche von Messen und Ausstellung usw. ermittelt werden.

Zur Bestimmung der Zielkosten müssen Sie ergänzend die vorliegenden Marktpreise unter Berücksichtigung der erfassten Kundenwünsche bzw. Produkteigenschaften ermitteln. Diese Vorgehensweise wird als Market into Company bezeichnet. Gerade die Untersuchung des Marktpreises von Konkurrenten gestaltet sich im Bereich des Konsumgütermarktes aus Gründen der Transparenz verhältnismäßig einfach. Hierzu sollen auf dem Markt aktuell drei Konkurrenten A, B und C mit vergleichbaren Staubsaugern des mittleren Preissegmentes existieren:

ABC
150 Euro120 Euro130 Euro

Da Sie mit Ihrem Produkt preislich konkurrenzfähig sein wollen, entschließen Sie sich dazu, den niedrigsten Marktpreis von Konkurrent B als Zielpreis festzusetzen. Die Zielkosten Ihres Produktes werden jetzt durch die Subtraktion der Gewinnspanne vom maximal erlaubten Preis (Zielpreis) gebildet. Die Gewinnspanne kann dabei auch die Kosten beinhalten, die durch das Target Costing nicht beeinflusst werden können, z.B. Kosten für den Vertrieb der Produkte.

Vergleich der Zielkosten mit den Standardkosten

Im nächsten Schritt werden die Zielkosten mit den Standardkosten (die beim Target Costing als Drifting Costs bezeichnet werden) verglichen. Hierbei handelt es sich um die Kosten, welche bei konsequenter Weiternutzung der derzeitigen Produktionsstandards anfallen würden. Die Differenz aus Drifting Costs und Zielkosten stellt dabei den kostenbezogenen Optimierungsbedarf dar. Die Ermittlung der Drifting Costs erfolgt durch bereits erfasste Daten der Kostenrechnung bei vergleichbaren Produkten. Ihre Datenanalyse habe Driftig Costs von 110 Euro ergeben. Daraus ergibt sich folgender produktbezogener Optimierungsbedarf:

Sie müssen somit versuchen, 20 Euro pro Staubsauger einzusparen.

Zielkostenspaltung

Nachdem Sie für Ihr Produkt die zuvor beschrieben Zielgrößen festgelegt haben, werden diese aufgebrochen und auf einzelne Komponenten verteilt. Um eine Verknüpfung der einzelnen Produktkomponenten mit den Kundenanforderungen bzw. gewünschten Funktionen unter Berücksichtigung von Kosten gewährleisten zu können, empfiehlt es sich die Funktionsmethode anzuwenden, deren Ablauf Sie im Folgenden kennenlernen:

Gewichtung der Kundenwünsche

Zunächst müssen Sie die Kundenwünsche nach deren Bedeutung gewichten. Dazu können Sie bspw. Fragebögen mit Punktskalen verwenden. Je größer die Punktzahl ist, desto wichtiger ist der Nutzenfaktor:

Kunde ABewertungsskala
Bewertungskriterium12345678910
Saugt alles aufx
Leicht zu bedienenx
Wird im Betrieb nicht zu lautx
Verbraucht wenig Stromx
Sieht schick ausx
Filter leicht austauschbarx
Filter selten auszutauschenX
           
Kunde BBewertungsskala
Bewertungskriterium12345678910
Saugt alles aufx
Leicht zu bedienenx
Wird im Betrieb nicht zu lautx
Verbraucht wenig StromX
Sieht schick ausX
Filter leicht austauschbarX
Filter selten auszutauschenx

Auswertung der Bewertungsbögen

Die Gewichtung erfolgt nun, indem Sie die Bewertungspunktzahlen der einzelnen Kriterien aller Bewertungsbögen addieren und auf die Gesamtpunktzahl aller Bewertungsbögen beziehen. Aus den in der vorangehenden Abbildung dargestellten Fragebögen ergeben sich folgende Ergebnisse:

BewertungskriteriumSumme der erzielten Punkte je KriteriumAnteil an Gesamtpunktzahl in %
Saugt alles auf2026%
Leicht zu bedienen1519%
Wird im Betrieb nicht zu laut1216%
Verbraucht wenig Strom34%
Sieht schick aus56%
Filter leicht austauschbar1519%
Filter selten auszutauschen79%
Gesamtpunktzahl77100%

Fortsetzung im Buch Cut! Rezepte für ein wirkungsvolles Kostenmanagement

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