Grundlagen Kostenmanagement

Die sogenannten Grundlagen Kostenmanagement dienen der Kostenanalyse und Kostensteuerung im Unternehmen. Dabei beruht die Sicherung des Erfolgspotenzials von Unternehmen einerseits auf Differenzierungsstrategien von der Konkurrenz, andererseits auf Kostenvorteilen gegenüber der Konkurrenz. Differenzierungsstrategien sind im Bereich des Marketing oder des Managements anzusiedeln. Im Rahmen der Strategie zur Kostenführerschaft obliegt es den Unternehmen, das Kostenniveau, die Kostenstrukturen und das Kostenverhalten zu beeinflussen. Die Idee vom Kosten- und Leistungsmanagement bzw. der Kostenanalyse ist geboren.

Maßnahmen zur Kostenanalyse und zur Kostenbeeinflussung gibt es viele. Beispielsweise können Sie folgendes in Angriff nehmen:

      1. Um das Kostenniveau zu senken, sind beispielsweise Doppelarbeiten zu vermeiden, Automatisierungspotenziale auszuschöpfen oder Durchlaufzeiten zu reduzieren. Des Weiteren kann die Verlagerung der Produktion in andere Länder oder die Fremdvergabe einzelner Produktionsstufen zur Komplexitätsreduktion durch Outsourcing das Kostenniveau positiv beeinflussen. Darüber hinaus ist der Verzicht auf nicht wertschöpfende Tätigkeiten zu nennen.
      2. Zum Management der Kostenstruktur sind fixe Kosten in variable Kosten zu wandeln (Erhöhung der Flexibilität) oder Gemeinkosten durch Einzelkosten zu ersetzen (Verbesserung der Kostenzurechnung im Sinne des Verursachungsprinzips).

Grundlagen Kostenmanagement: Kostenbeeinflussung ist Leistungsbeeinflussung

Dabei kann die Kostenbeeinflussung nie von der Leistungsbeeinflussung getrennt werden, so dass in der Tat von einem Kosten- und Leistungsmanagement gesprochen werden muss, da Kosten immer aufgrund der unmittelbaren Leistungserbringung oder der Bereitstellung der Leistungsfähigkeit anfallen. Genau diesen Effekt vergessen aber viele. Gerade in der Presse ist immer nur von Kosteneinsparungen zu hören. Dabei wird nie hinterfragt, welchen Einfluss die Kostenveränderungen auf die betrieblichen Leistungen haben. Denn Kosten und Leistungen können (schon aus Definitionsgründen des Kostenbegriffs) nie von der Leistungserbringung getrennt werden.

Grundlagen Kostenmanagement
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Grundlagen KostenmanagementIn der betrieblichen Praxis haben sich eine Vielzahl von Verfahren zur Kosten- und Leistungsbeeinflussung durchgesetzt. Die wichtigsten davon sollen nachfolgend dargestellt werden. Dabei soll jetzt schon darauf hingewiesen werden, dass es sich bei den Darstellungen jeweils um Erläuterungen zu den Grundprinzipien handelt, die sich exakt in dieser Form wohl in keinem Unternehmen finden lassen. Es ist geradezu selbstverständlich, dass jedes Unternehmen dazu gezwungen ist, die Grundprinzipien auf die jeweiligen Unternehmensbedürfnisse anzupassen, so dass letztendlich jedes Unternehmen seinen eigenen Weg gehen wird. Nichtsdestotrotz sind gerade diese Grundprinzipien so wichtig, da mit ihnen die Basis für jegliche betriebliche Gestaltung geschaffen wird. Die wichtigsten Methoden zur Kostenanalyse (dem Kostenmanagement) sind das Fixkostenmanagement, das Target Costing, das Prozesskostenmanagement bzw. die Prozesskostenrechnung und das Life Cycle Costing (die Lebenszykluskostenrechnung).

Wesentliche Voraussetzung zur Implementierung eines Kostenmanagementsystems ist eine gut funktionierende Kosten- und Leistungsrechnung. Sie gehört zu den unabdingbaren Grundlagen des Kostenmanagements. Die Kenntnisse hierzu müssen unbedingt vorhanden sein. Einen guten Überblick hierzu liefert Ihnen das folgende ebook (Link zu Amazon):

Stefan Georg: Grundlagen der Kostenrechnung