Komplexitätseffekt

Durch die Prozesskostenrechnung wird ermöglicht, die Komplexität und die Variantenvielfalt der Produkte als kostenbestimmenden Faktor verursachungsgerecht abzubilden. Man bezeichnet dies als Komplexitätseffekt.

Die Herstellung komplexer Produktvarianten verursacht gegenüber der Herstellung einfacher Produktvarianten deutlich mehr Gemeinkosten (z.B. im Bereich der Materialdisposition, Fertigungssteuerung, Qualitätsprüfung). Bei einer proportionalen Gemeinkostenverrechnung durch eine Zuschlagskalkulation werden komplexe Varianten demnach zu preiswert, und einfache Varianten werden zu teuer angeboten, wie die folgende Abbildung zeigt:

Komplexitätseffekt

(Literaturhinweis: Coenenberg, Adolf G.; Fischer, Thomas M.; Günther Thomas: Kostenrechnung und Kostenanalyse, 6. Auflage, Stuttgart, Schäfer/Poeschel, 2007: Abbildung 4.17, S. 146.)

Der Kompexitätseffekt entsteht somit aus der Gegenüberstellung von Prozesskalkulation im Rahmen der Prozesskostenrechnung und klassischer Kalkulation im Rahmen der Kostenträgerstückrechnung mittels Zuschlagkalkulation.

(Literaturhinweise zu den Aspekten des Kostenmanagement: Ziegenbein, Klaus: Controlling, 9. Auflage, Ludwigshafen, Kiehl, 2007, S. 253. ff., Controlling Kremin-Buch, Beate: Strategisches Kostenmanagement, Grundlagen und moderne Instrumente, 4. Auflage, Wiesbaden, Gabler, 2007, S. 13-22., Strategisches Kostenmanagement: Grundlagen und Moderne Instrumente Mit Fallstudien (German Edition) )

Komplexitätseffekt im Zusammenhang

Im Zusammenhang mit dem Komplexitätseffekt sind auch der Degressionseffekt und der Allokationseffekt zu nennen.

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