Kostenniveaumanagement

Ziel des Kostenniveaumanagements als Teil des Kostenmanagements ist die Reduzierung der Höhe der Kosten (d.h. die Verringerung des allgemeinen Kostenniveaus). Dieses Ziel kann erreicht werden, indem man versucht, die Höhe der Gesamtkosten, die Höhe der Kosten in den einzelnen Organisationseinheiten bzw. die Höhe der Stückkosten zu reduzieren.

Typische Maßnahmen zur Reduktion des Kostenniveaus sind:

  • Reduzierung der Durchlaufzeiten
  • Ausschöpfen von Automatisierungspotenzialen
  • Wahl kostengünstigerer Standorte
  • Abschluss von Dienstleistungsverträgen für innerbetriebliche Serviceleistungen
  • Vermeidung von Doppelarbeit
  • Einführung/Nutzung des betrieblichen Vorschlagswesens
  • Wahl zwischen Eigenfertigung und Fremdbezug (Outsourcing)

Kostenniveaumanagement und BPR

Die genannten Maßnahmen orientieren sich dabei an der bekannten Methodik zur Geschäftsprozessoptimierung (Business Process Reengineering), die aus dem strategischen Management bekannt ist. Darüber hinaus existerien jedoch auch typische Instrumente des strategischen Kostenmanagements zur Senkung des Kostenniveaus, wie sie in der folgenden Liste zu finden sind:

  • Prozesskostenrechnung (Kostensenkung in den indirekten Bereichen)
  • Target Costing (Senkung der Stückkosten mittels Produktoptimierung)
  • Product Lifecycle Costing (Minimierung der Lebenszykluskosten)
  • Cost Benchmarking (Einsatz für jeden Ansatzpunkt zur Kostenreduzierung)
  • Zero-Base-Budgeting (Planung der Gemeinkosten „from base zero“)
  • Gemeinkosten-Wertanalyse (Senkung der Gemeinkosten ohne Verlust von Nutzen)

Auf den folgenden Seiten werden die wichtigsten dieser Maßnahmen zur Senkung des Kostenniveaus anschaulich besprochen.

(Literaturhinweis: Kremin-Buch, Beate: Strategisches Kostenmanagement, Grundlagen und moderne Instrumente, 4. Auflage, Wiesbaden, Gabler, 2007, S. 13.)