Kostentreiber

Kostentreiber spielen eine Rolle im Zusammenhang mit den sogenannten leistungsmengeninduzierten (lmi-) Prozessen. Für jeden lmi-Teilprozess bzw. für die lmi-Hauptprozesse ist festzustellen, welches quantitative Merkmal die Kosten der Tätigkeit beeinflusst bzw. treibt. Dieses Merkmal wird deshalb auch Kostentreiber (bzw. cost driver) genannt.

Beispiele für Kostentreiber:

Tätigkeit Kostentreiber
Angebote einholenZahl der Angebote
Prüfungen durchführenZahl der Prüfungen
Beanstandungen erstellenZahl der Fehler
Teilprozesse Cost driver
Serienmaterial bestellenZahl der Bestellungen
QS-Prüfung RohstoffeZahl der Proben
Serienmaterial lagernqm3-Lagerraum
Hauptprozesse Kostentreiber
Serienmaterial beschaffenZahl der Beschaffungsvorgänge

Folgende Kriterien sind bei der Ermittlung der Kostenbestimmungsfaktoren anzulegen:

    1. Die Maßgrößen müssen mengenmäßig erfassbar sein und in einem nachvollziehbaren Zusammenhang mit den zu messenden Sachverhalten stehen.
    2. Die Kostenbestimmungsfaktoren sollten nicht nur in Beziehung zur Kostenstelle, sondern auch in einer Beziehung zum Kostenträger (i.d.R. die Endprodukte) stehen.

Die sogenannten cost driver bilden die eigentliche Bezugsgröße für die Verrechnung der indirekten Gemeinkosten.

Bzgl. der Ermittlung der Kostentreibermengen wird i.d.R. ein Zeitraum von einem Jahr empfohlen. Dadurch sollen Verzerrungen durch kurzfristige Ereignisse vermieden werden.

(Literaturhinweise: Beispiel entnommen aus: Quelle: Kremin-Buch, Beate: Strategisches Kostenmanagement, Grundlagen und moderne Instrumente, 4. Auflage, Wiesbaden, Gabler, 2007, S. 49.; ein nach Kostenstellen gegliedertes Beispiel findet sich bei: Olfert, Klaus: Kostenrechnung, 15. Auflage, Ludwigshafen, Kiehl, 2008, S. 350.)

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