Lebenszykluskostenrechnung

Die Lebenszykluskostenrechnung bedient sich rechnerisch bei Methoden der Investitionsrechnung. Die folgende Rechnung zeigt beispielhaft die Anwendung der Kapitalwertmethode auf Basis von Ein- und Auszahlungen. In der Literatur werden in diesem Zusammenhang auch entsprechende Rechnungen auf Basis von Kosten und Erlösen diskutiert. Schauen Sie sich zunächst die Definition des Kapitalwertes an:

Der Kapitalwert des Produkts ergibt sich aus der Summe der diskontierten Ein- bzw. Auszahlungsüberschüsse der einzelnen Jahre des Produktlebenszyklusses.

Dabei besagt ein positiver Kapitalwert, dass ein Produkt die gewünschte Verzinsung über seinen Lebenszyklus erreicht. Hingegen wird bei einem negativen Kapitalwert die gewünschte Verzinsung nicht erreicht. Welche Verzinsung das Produkt aber genau erreicht, kann in diesem Fall mit der internen Zinsfußmethode ermittelt werden. Dann haben Sie auch den Zinssatz gefunden, bei dem der Kapitalwert gerade null wird.

(Literaturhinweis: Siehe Kremin-Buch, Beate: Strategisches Kostenmanagement, Grundlagen und moderne Instrumente, 4. Auflage, Wiesbaden, Gabler, 2007, S. 186 ff.)

Beispiel zur Lebenszykluskostenrechnung

Annahme: Kalkulationszinsfuß beträgt 5%

Lebenszykluskostenrechnung

Kapitalwert C0 = 602.684,66 €

Der positive Kapitalwert zeigt nun, dass auf Basis der Plandaten die Wunschverzinsung (der Kalkulationszins) deutlich überschritten wird.