Neutraler Aufwand – kalkulatorische Kosten

Aufwand, der nicht gleich Kosten ist, heißt neutraler Aufwand. Er gliedert sich in betriebsfremden Aufwand, periodenfremden Aufwand und betrieblichen außerordentlichen Aufwand. In obigem PKW-Beispiel erkennt man einen betriebsfremden Aufwand in Höhe von 1.200 Euro je Jahr (für die private Nutzung des PKW). Dagegen entsteht außerordentlicher Aufwand  bspw. durch einen Verkehrsunfall während der Nutzung des Fahrzeugs. Ein alternatives Beispiel ist die Totalabschreibung eines Gebäudes aufgrund eines nichtversicherten Feuerschadens. Schließlich entsteht periodenfremder Aufwand bspw. durch eine Steuernachzahlung für einen bereits vergangenen Abrechnungszeitraum.

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Neutraler Aufwand und Kostenrechnung

Neutraler Aufwand wird in der Buchführung erfasst. Er spielt aber für die Kostenrechnung keine Rolle, da die Anforderungen an Kosten in diesem Fall nicht erfüllt sind.

Kosten, die nicht gleich Aufwand sind, heißen kalkulatorische Kosten. Diese gliedern sich in Zusatz- (kein Aufwand) und Anderskosten (Aufwand in anderer Höhe). Als Beispiel dafür wären Zinsen für Eigenkapital (Zusatzkosten) zu nennen. Auch das Rechnen mit höheren Kreditzinsen, als tatsächlich gezahlt werden, (Anderskosten in Höhe der Zinsdifferenz) gehört dazu.

Kalkulatorische Kosten und Kostenrechnung

Kalkulatorische Kosten werden lediglich in der Kostenrechnung erfasst. Im Falle von Zusatzkosten kommen sie in der Buchführung hingegen nicht vor. Im Falle von Anderskosten werden sie in der Buchführung in anderer Höhe erfasst. Typisches Beispiel für die kalkulatorischen Kosten sind die kalkulatorischen Abschreibungen.

Quelle: Kosten- und Leistungsrechnung kompakt: Einführende Darstellung mit 48 Aufgaben

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