Prozesskostenrechnung als Vollkostenrechnung

Das Prozesskostenmanagement basiert auf den Ergebnissen der Prozesskostenrechnung. Die Prozesskostenrechnung ist als Vollkostenrechnung konzipiert und bedient sich der klassischen Gliederung in Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung.

Aufbau als Vollkostenrechnung

  1. Aus der Kostartenrechnung werden die Kostenträgereinzelkosten direkt in die Kostenträgerrechnung überführt.
  2. Die Kostenträgergemeinkosten werden hingegen aus der Kostenartenrechnung zunächst in die Kostenstellenrechnung überführt. Dort werden für die direkten Unternehmensbereiche Gemeinkostenverrechnungssätze nach der klassischen Vorgehensweise bestimmt, für die indirekten Unternehmensbereiche wird jedoch eine Prozesskostenrechnung vorgeschlagen. Als indirekte Unternehmensbereiche gelten all jene Arbeitsplätze, die Leistungen erbringen, die nicht unmittelbar mit den marktfähigen Produkten in Verbindung gebracht werden können. Dazu gehört bspw. die Lohnbuchhaltung, die für ein Unternehmen zwar unverzichtbar ist, mit den auf dem Absatz angebotenen Produkten und Leistungen aber nichts zu tun hat. Für diese indirekten Unternehmensbereiche sollen die Gemeinkosten dann mittels zu berechnender Prozesskostensätze verteilt werden. Wie das genau geschehen kann, wird auf den folgenden Seiten noch ausführlich erläutert.

Bücher zur Prozesskostenrechnung

(Literaturhinweis: Kremin-Buch, Beate: Strategisches Kostenmanagement, Grundlagen und moderne Instrumente, 4. Auflage, Wiesbaden, Gabler, 2007, S. 40., Strategisches Kostenmanagement: Grundlagen und Moderne Instrumente Mit Fallstudien (German Edition) )