Degressionseffekt

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Der Degressionseffekt im Rahmen der Prozesskostenrechnung wird deutlich, wenn man die Verteilung der Gemeinkosten bei der Prozesskostenrechnung mit derjenigen der Zuschlagskalkulation vergleicht. Die Zuschlagskalkulation ist eine bekannte Kalkulationsmethode der Kostenträgerrechnung einer traditionellen Kosten- und Leistungsrechnung.

Nutzen Sie die Zuschlagskalkulation, dann wird aufgrund der proportionalen Gemeinkostenkostenzuordnung ein konstanter Gemeinkostenprozentsatz pro Stück verrechnet. Im Fallbeispiel wird dieser Zuschlagssatz 189 Prozent betragen. Die Prozesskosten pro Stück für bspw. die Abwicklung von Bestellvorgängen verringern sich jedoch mit steigenden Stückzahlen, weil die gesamten Prozesskosten in der Regel unabhängig von der Stückzahl sind. Dies zeigt das folgende Beispiel:

Degressionseffekt

(Literaturhinweis: Coenenberg, Adolf G.; Fischer, Thomas M.; Günther Thomas: Kostenrechnung und Kostenanalyse, 6. Auflage, Stuttgart, Schäfer/Poeschel, 2007: Tabelle aus Abbildung 4.18, S. 148., Kostenrechnung und Kostenanalyse)

Degressionseffekt im Beispiel

Mit dem Degressionseffekt wird somit die Situation bezeichnet, dass mit steigenden Stückzahlen die Gemeinkosten pro Stück sinken, wenn die Prozesskostenrechnung anstatt der klassischen Zuschlagskalkulation zum Einsatz kommt. In der traditionellen Kosten- und Leistungsrechnung sind die Materialkosten unabhängig von der Stückzahl konstant, denn: Es wird ein einheitlicher Zuschlagssatz verrechnet (im Beispiel 189%). Im Prozesskostenmanagement zeigt sich jedoch der Degressionseffekt deutlich. Mit zunehmender Stückzahl führen die konstanten Fixkosten zu immer geringeren Fixkosten pro Stück und somit zu sinkenden Materialstückkosten.

Neben dem Degressionseffekt sind auch noch der Allokationseffekt und der Komplexitätseffekt zu beachten.

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