Operatives Kostenmanagement

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Das operative Kostenmanagement unterscheidet sich vom strategischen Management dadurch, dass Sie Maßnahmen ergreifen, die Sie kurzfristig umsetzen können und die unmittelbar in den täglichen Arbeitsablauf eingreifen. Allerdings ist in der Praxis der Übergang vom operativen Kostenmanagement zur strategischen Kostensteuerung häufig fließend.

Strategische Kostensteuerung als Basis der Optimierung

Prinzipiell bilded die strategische Kostensteuerung die Basis für das operative Kostenmanagement. Deshalb sind beide Teilsysteme auch nicht getrennt voneinander zu verstehen. Während Sie im strategischen Bereich vor allem Grundsatzentscheidungen treffen, die vor allem einer langfristigen Zielsetzung folgen, können Sie im operativen bereich unmittelbar in den Tagesablauf im Unternehmen eingreifen. Aber was würde es für einen Sinn machen, etwas kurzfristig zu optimieren, was langfristig falsch ist? Auch deshalb muss die operative Kostensteuerung immer der strategischen Ausrichtung folgen.

Operatives und strategisches Kostenmanagement

Abbildung: Einteilung des Kostenmanagements

Methoden des strategischen Kostenmanagements

Für das strategische Kostenmanagement existieren Methoden und Verfahren, die allgemeingültigen Charakter besitzen. Dazu zählen die Prozesskostenrechnung zur Steuerung der Gemeinkosten, das Target Costing bzw. Zielkostenmanagement zur Beeinflussung der Einzelkosten, das Fixkostenmanagement zur Optimierung der fixen Kosten und das Life Cycle Costing (die Lebenszykluskostenrechnung) zur Betrachtung der Kosten über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg. All diese Verfahren sind Ihnen auf dieser Webseite ausführlich dargestellt.

Methoden des operativen Kostenmanagements

Dagegen ist es für das operative Kostenmanagement wesentlich schwieriger, allgemeine Methoden zu definieren, die grundsätzlich und immer zum Erfolg führen können. Da das operative geschäft im Unternehmen sehr starl vom gewählten Geschäftsmodell geprägt ist, empfiehlt sich generell eine eher funktionsorientierte Betrachtung zur Kostensteuerung.

Auf jeden Fall ist die Prozessoptimierung immer eine gute Wahl, wenn Sie mit der Kostenoptimierung beginnen wollen. Denn mittels der Verbesserung und Optimierung Ihrer (operativen) Prozesse können Sie direkt in die Leistungserbringung im Unternehmen eingreifen. Dadurch stellen Sie sicher, dass Sie effizient handeln. Und dies stellt die Grundlage der Kosteneffizienz dar.

Operatives Kostenmanagement in der Logistik

Darüber hinaus sollten Sie sich aber auch mit den Themenfeldern beschäftigen, die immer wieder zu (unnötig) hohen Kosten führen. Beispielhaft sei hier die Unternehmensfunktion Logistik genannt. Im Grunde sind Logistikleistungen verlorene Leistungen. Denn Ihren Kunden interessiert sich nicht für Ihre innerbetriebliche Logistik, sondern vor allem für die Qualität Ihrer Produkte. Deshalb stellt die Logistik ein wichtiges Feld zur Kostenoptimierung dar. Somit sind Logistikleistungen immer so zu erbringen, dass der Ressourceneinsatz optimiert wird. Dazu gehört, dass keine unnötigen Mengen (an Rohstoffen oder Zwischenprodukten) bereit gestellt werden. Aber dazu zählt auch, den Transport zu optimieren. Lesen Sie dazu mehr in unserem Artikel zum Logistikkostenmanagement.

Energiekostenmanagement

Aktuell ist natürlich auch die Erzeugung und Verwendung von Energie ein viel diskutiertes Thema – gerade auch vor dem sich immer stärker bemerkbar machenden Klimawandel. Nachhaltigkeit und Energieeffizienz stehen stark in der Öffentlichkeit. Deshalb wird es Zeit, sich mit Ihrem Energiekostenmanagement auseinander zu setzen. Dazu machen Sie sich am besten ein Bild davon, wie Sie Energie effizienz erzeugen und einsetzen können. So steuern Sie nicht nur Ihre Energiekosten, sondern Sie leisten auch einen Beitrag zu mehr Umweltschutz und gegen den Klimawandel. Und damit unterstützen Sie die gesamte Gesellschaft (und nicht nur die Wirtschaftlichkeit Ihres Unternehmens).