Einsatz des Zielkostenmanagements

Der Einsatz des Zielkostenmanagements ist vielfältig. Jedoch findet Target Costing hauptsächlich in wettbewerbsintensiven Industriezweigen Anwendung, die komplexe hoch technisierte Produkte entwickeln und produzieren (z.B. Automobilbau, Elektronikindustrie, Werkzeugmaschinenbau). Dies liegt darin begründet, dass Target Costing unmittelbar Einfluss auf die Produktentwicklung ausübt. Deshalb lohnt sich das Verfahren bei technisch aufwendigeren Produkten besonders. Ursprünglich kommt das Target Costing ohnehin aus der japanischen Automobilindustrie. Dort wollte man Fahrzeuge entwerfen, die den Qualitätsstandards der westlichen Hersteller entsprechen. Gleichzeitig sollte der Marktpreis aber niedriger sein. Dies kann nur funktionieren, wenn auch die Kosten niedriger sind als die vergleichbarer Unternehmen. Deshalb verfolgte man das Ziel, ein Produkt so anzubieten, dass die Komponenten und Funktionen auch entsprechend wertgeschätzt werden.

Studien von Franz/Kajüter haben ergeben, dass in 55% aller deutschen Unternehmen Target Costing eingesetzt wird. Diese Zahl sollte aber zukünftig weiter steigen. Denn von den Unternehmen, die Target Costing nicht einsetzen, planen laut dieser Studie 13% den künftigen Einsatz.

Literaturhinweise zum Einsatz des Zielkostenmanagements

(Literaturhinweis: Coenenberg, Adolf G.; Fischer, Thomas M.; Günther Thomas: Kostenrechnung und Kostenanalyse, 6. Auflage, Stuttgart, Schäfer/Poeschel, 2007, S. 531, S.556., Kostenrechnung und Kostenanalyse )

Kostenrechnung und Kostenanalyse: Einsatz des Zielkostenmanagements

Grundsätzlich lässt sich das Target Costing auch in Dienstleistungsunternehmen anwenden. Allerdings ist dazu die Dienstleistung ebenfalls in Komponenten aufzuspalten. Dies ist nicht immer einfach möglich. Denn nur so können die Zielkosten auch exakt geplant und heruntergebrochen werden.