Grundlagen Kostenrechnung

Die Kostenrechnung (auch Kosten- und Leistungsrechnung) liefert die Datengrundlage für ein funktionierendes Kostenmanagement. Damit Sie Kosten analysieren und steuern können, müssen Sie sich zunächst davon überzeugen, dass Ihr Kostenrechnungssystem korrekt arbeitet. Vor diesem Hintergrund erhalten Sie in diesem Kapitel Hinweise

      1. zur Definition von Kosten,
      2. zum Aufbau und zu den Teilgebieten der Kostenrechnung,
      3. zur Kostenartenrechnung,
      4. zur Kostenstellenrechnung (inkl. Betriebsabrechnungsbogen BAB) und zur
      5. Kalkulation.

Der Begriff der Kosten in der Betriebswirtschaftslehre unterscheidet sich vom Kostenbegriff der deutschen Allgemeinsprache, in der Kosten häufig mit Auszahlungen und Ausgaben gleich gesetzt werden. Deshalb ist es unerlässlich, dass Sie sich zunächst mit den Begrifflichkeiten der Betriebswirtschaftslehre auseinandersetzen, bevor Sie in die Thematik der Kostenrechnung und Kostensteuerung einstellen.

Mit diesen Kenntnissen zum Aufbau von Kostenrechnungssystemen sind Sie in der Lage, alle relevanten Informationen zu Einzel- und Gemeinkosten, zu variablen und zu fixen Kosten zusammenzustellen, so dass Sie Ihre Kosten in der Praxis beeinflussen können. Denken Sie immer daran: Kosten fallen nicht vom Unternehmenshimmel, sondern Sie entstehen aufgrund der betrieblichen Nutzung der Produktionsfaktoren.

Wenn Sie diese Informationen verinnerlichen, sind Sie in der Lage ein Kostenrechnungssystem, bestehend aus Kostenartenrechnung, Kostenstellenrechnung und Kostenträgerrechnung, aufzubauen.

Grundlagen Kostenrechnung zur Kostenanalyse

Wenn Ihnen diese Informationen bereits hinreichend bekannt sind, können Sie das Kapitel auch gerne überspringen. Dann steht dem Einsatz eines wirkungsvollen Kostenmanagements zur Kostenanalyse und Kostensteuerung nichts mehr im Wege. Alternativ können Sie im folgenden Buch auch einen schnellen Überblick zur Kosten- und Leistungsrechnung erhalten:

Grundlagen Kostenrechnung
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Auf jeden Fall sollten Sie variable Kosten von fixen Kosten und Einzelkosten von Gemeinkosten unterscheiden können:

Variable Kosten verändern sich mit der Beschäftigung, d.h. der Leistungsmenge. In der Regel steigen die variablen Kosten mit der Beschäftigung. Dagegen sind Fixkosten von dieser unabhängig. Meist fallen sie sogar dann an, wenn die Leistungmenge Null ist.

Einzelkosten lassen sich verursachungsgerecht einem Kalkulationsobjekt (z.B. einem Produkt) zuordnen. Dagegen müssen Gemeinkosten auf dieses Kalkulationsobjekt geschlüsselt (verteilt) werden, da hier das Verursachungsprinzip nicht greift. Übrigens spricht man von unechten Gemeinkosten, wenn eigentlich Einzelkosten vorliegen, der Erfassungsaufwand aber so hoch ist, dass die Kosten als Gemeinkosten verrechnet werden. Diese Herangehensweise ist häufig bei Hilfsstoffen zu beobachten. Dabei sind Hilfsstoffe egentlich Rohstoffe (fließen in das Produkt ein), spielen wertmäßig aber keine große Rolle.

Grundlagen Kostenrechnung

 

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