Into and out of company

Bei Into and Out of Company handelt es sich zur Zielkostenermittlung um eine Mischform von Market into Company und Out of Company. Beide Formen sind auf dieser Website ebenfalls vorgestellt. Die Zielkostenermittlung stellt den ersten Schritt in dreistufigen Target Costing-Prozess aus Ermittlung der Zielkosten, Spaltung der Zielkosten und Zielkostenerreichung dar.

Konkret werden in diesem Fall die Standardkosten zum einen mit den vom Markt erlaubten Kosten, zum anderen mit den innenorientierten Kosten der Out of Company-Methode verglichen. So können beiderseits Kostenreduktionsbedarfe entstehen: durch Zielanforderungen des Marktes und durch die technologischen Möglichkeiten der Unternehmung. Zur Umsetzung des Verfahren ist es somit notwendig, sowohl ein Market into Company als auch das Out of Company durchzuführen, so dass diese Technik besonders zeit- und kostenintensiv ist. Andererseits überprüft sie die marktorientierten Werte hinsichtlich betriebsinterner Möglichkeiten zur Umsetzung. Dies ist sicherlich erst einmal vernünftig, da im Unternehmen die Voraussetzungen zur Realisation der Einsparungsvorschläge auch gegeben sein müssen.

Kritik an Into and Out of Company

Bei der Umsetzung der Methode sind langwierige Machbarkeits- und Zielvereinbarungsdiskussionen zu erwarten. Einerseits wird die aufwendige, aber durchaus zielführende Methodik des Market Into Company benötigt. Andererseits muss das Team sich auch um die wenig erfolgversprechende Out of Company – Variante stützen. Warum das Ergebnis des marktorientierten Ansatzes verwässert werden soll, bleibt jedoch unklar. Auch wird nicht deutlich, wie der Kompromiss zwischen den Ergebnissen beider Verfahren zur Zielkostenermittlung gefunden werden kann. Insofern wird diese Methode in der Praxis durchaus kritisch gesehen.

(Quelle: Georg, S.: Controlling im Mittelstand, Aachen 2003, S. 119., Controlling im Mittelstand: Ein Lehrbuch für Studierende )